Um- und Ausbau des Jugendzentrums – Start frei beim Startloch

Unter dem Motto „Euer Startloch, Eure Ideen!“ fand vom 22.06. bis 26.06. eine Ideenwerkstatt auf dem Startlochgelände Schimmelreiterweg statt. Hintergrund: im Rahmen der Integrierten Stadtteilentwicklung (RISE) soll das Startloch um- und ausgebaut werden und ein neues Außengelände aber auch Verbesserungen in den Innenräumen erhalten. In einem ersten Schritt wurden die Kinder und Jugendlichen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Nutzerinnen und Nutzer aber auch die angrenzenden Nachbarinnen und Nachbarn nach ihren Wünschen und Ideen für das neue Startloch befragt. Ein wichtiges RISE-Schlüsselprojekt für Rahlstedt-Ost geht damit an den Start!

Mit einem dreidimensionalen Modell des Jungendzentrums Startloch und ganz viel Bastelmaterial startete die Ideenwerkstatt am Montag 22.6. um 17 Uhr. Sogleich stürmten interessierte Kinder und Jugendliche das Zelt auf dem startloch-Gelände und brachten ihre Ideen ein. „Wir wünschen uns einen Kunstrasenplatz zum Fußballspielen!“, ruft der 14-jährige Tom gleich zu Anfang und seine Freunde stimmen ihm lautstark zu. „Auf dem jetzigen Asphaltplatz bringt das nicht so viel Spaß und man kann sich ordentlich verletzen.“

Und schon sprudeln die Ideen. Ein Gummibelag beim Basketballfeld, größere Fußballtore, Klettermöglichkeiten, eine Seilbahn, eine Außenterrasse, ein Trampolin, eine Tunnelrutsche, Ladestellen fürs Smartphone und neue Skaterampen kommen auf die Wunschliste. Die älteren Jugendlichen wünschen sich einen Pavillon zum Chillen ohne die Jüngeren, die bestehende Feuerstelle soll erhalten bleiben, aber fest und sicher gebaut werden.

„Es gibt hier viel Platz, aber so richtig viel machen kann man nicht. Mehr Geräte wären toll!“, meint Bryan, der das Startloch täglich besucht.

Der Leiter des Startlochs Jörn Stronkowski möchte den Jugendlichen auch mehr Eigenverantwortung für Bereiche des Startlochs übergeben. „Es könnte einen Schuppen geben, für den einige Jugendliche einen Schlüssel haben. In diesem Schuppen könnten z.B. Bälle, ein Grill oder weitere Gegenstände lagern, die außerhalb der Öffnungszeiten genutzt werden können und für die die Jugendlichen die Verantwortung haben.“

Aber nicht nur für den Außenbereich können Ideen geäußert werden. Auch für die Innenräume stehen Veränderungen an. Hier können sich die Kinder und Jugendlichen einen direkten Außenzugang zur Teestube vorstellen und finden die Idee eines Snackautomatens interessant. „Ich hätte gerne einen Boxautomat!“, lacht der 10-jährige Robin. Aber alle Wünsche werden bei der Ideenwerkstatt aufgenommen, egal wie verrückt sie auf den ersten Blick wirken.

Die Umgestaltung des Startlochs ist aber nicht nur für die täglichen Nutzerinnen und Nutzer interessant. Auch anwohnende Nachbarinnen und Nachbarn sind zur Ideenwerkstatt gekommen, um sich über die Pläne zu informieren und ihre Wünsche einzubringen. „Wir sind tatsächlich sehr lärmgeplagt durch das Startloch aber auch durch den Schulhof der neuen Schule“, bemerkt eine Nachbarin. „Wir finden es gut, dass es diese Einrichtungen für jüngere Menschen gibt, aber wir wünschen uns, dass auch unsere Bedarfe und Bedürfnisse bei der Umgestaltung Beachtung finden würden.“ Die Idee des Gummibelags auf dem Basketballfeld und einen Kunstrasen auf dem Fußballfeld findet die Runde somit schonmal gut. Und auch eine mögliche Einteilung des Geländes in aktivere und ruhigere Bereiche findet bei den Nachbarinnen und Nachbarn Anklang.  „Ich wäre für einen Lärmschutzzaun zu einigen Seiten“, bringt ein Nachbar ein. „Dieser kann ja auch aus natürlichem Material wie z.B. Weide bestehen und das Gelände einrahmen“. Abschließend freut sich die Runde, dass sie die Möglichkeit hatte, sich einzubringen und wird auch die weiteren Schritte interessiert verfolgen.

„Wie geht´s denn weiter? Was passiert denn nun mit unseren Ideen?“, fragt auch Denise am Ende der Ideenwerkstatt.

Die Mitarbeiterinnen des Stadtteilbüros – die im Auftrag des Bezi, die die Ideenwerkstatt organisiert und durchgeführt haben, werden alle Ergebnisse zusammenfassen und eine Dokumentation erstellen. Diese Dokumentation wird dann noch einmal auf einer Vollversammlung des Startlochs vorgestellt und es wird abgefragt, ob alle Ideen berücksichtigt wurden und noch etwas ergänzt oder korrigiert werden muss.

Erst dann wird die Dokumentation an ein Architekturbüro übergeben, das sich an die Planungen machen wird und dafür alle Ideen aufgreift und überprüft und daraus einen Gestaltungsplan erstellt. Dabei wird sich das Büro eng mit dem Startloch, dem Stadtteilbüro und auch den unterschiedlichen Fachämtern des Bezirksamtes Wandsbek, Hamburger Fachbehörden sowie weiteren relevanten Beteiligten abstimmen und es wird sich zeigen, welche der vielen Ideen schlussendlich umsetzbar sein werden. „Viele der eingebrachten Ideen wirken jetzt aber schonmal sehr realisierbar“, vermutet Frau Steenwarber vom Stadtteilbüro. „Wir sind gespannt, was die professionellen Planer daraus zaubern!“

Die Entwurfspläne werden anschließend öffentlich im Rahmen einer Sitzung des Stadtteilbeirates Rahlstedt-Ost vorgestellt und diskutiert. Es können Anmerkungen und Anregungen zu den Plänen eingebracht werden. Erst dann beginnen die Vorbereitungen für die Bauarbeiten, die schnellstmöglich starten sollen. Bestenfalls sollen die Kinder und Jugendlichen auch in der Bauphase in die Umgestaltung ihres Startlochs eingebunden werden. „Den Schuppen oder auch den Pavillon könnten wir mit den Jugendlichen gemeinsam bauen und gestalteten“, kündigt Jörn Stronkowski, der ebenfalls gespannt auf den weiteren Prozess ist.

„Wenn das alles umgesetzt wird, dann wird das Startloch richtig cool!“, freut sich Bryan jetzt schon.

In Kasten:

Die Ideenwerkstatt und den weiteren Beteiligungsprozess rund um das Startloch kann man auch auf Instagram, facebook oder unter rahlstedt-ost verfolgen. (mit Symbolen facebook, insta)

Die Lawaetz-Stiftung ist im Auftrag des Bezirksamtes Wandsbek seit 1.7.2018 mit der Gebietsentwicklung auf der Basis des Rahmenprogrammes Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) beauftragt.

Kontakt: Vanessa Steenwarber und Alina Csambal

 

 

INNOVATIV für das Gemeinwohl