Über die Landesgrenzen hinaus: Wohnungsbauprojekt mit Beteiligung der Lawaetz-Stiftung als Inspiration für Gebietsentwicklung in Dänemark

Die Beziehungen der Johann Daniel Lawaetz-Stiftung gehen oftmals über die Hamburger Stadtgrenzen und auch die Landesgrenzen hinaus. Bestes Beispiel ist die Studienreise, die eine dänische Delegation im April in die Hansestadt unternahm. Unter den Teilnehmenden waren hochrangige Vertreter aus Politik und Verwaltung der Stadt Frederiksberg, die als eigenständige Stadt mitten in Kopenhagen liegt. Auch Bürgermeister Simon Aggesen nahm an dem Ausflug teil, bei dem die Delegation unter anderem ein großes Wohnungsbauprojekt in Altona besichtigt, das von der Lawaetz-Stiftung betreut wurde. Ziel der Reise war es, Inspirationen zu sammeln und Fachwissen in Sachen Gebietsentwicklung und zeitgemäßen Wohnungsbau auszutauschen.

Ein neues Stadtquartier im Herzen von Kopenhagen

Hintergrund des Besuchs aus Dänemark ist das Projekt KHS Frederiksberg. Hierbei handelt es sich um ein ehemaliges Krankenhausgelände in Frederiksberg, das nun zu einem offenen, grünen und gemischten Stadtgebiet entwickelt werden soll, in dem sich Ruhe und urbanes Leben miteinander verbinden. Solche Umnutzungsprojekte sind seit einiger Zeit nicht nur in Deutschland ein beliebtes Konzept, um bestehende Altbauten optimal zu nutzen und daraus moderne, vielfältige Wohnquartiere zu entwickeln.

Gutes Beispiel: Wohnungsbauprojekt Chemnitzstraße

Bei dem Wohnungsbauprojekt in der Chemnitzstraße handelt es sich um ein ehemaliges Grundschulgelände samt Gebäude, das zu einem Wohnungsneubaukomplex umgebaut wurde. Es ist Teil des Entwicklungspakets “Familienfreundliches Wohnquartier in Altona Altstadt“. Zwischen den Jahren 2010 und 2012 entstanden auf dem insgesamt 10.500 m² großen Grundstück 160 neue Wohneinheiten, die allesamt barrierefrei sind. Die Lawaetz-Stiftung übernahm die Projektentwicklung und wirtschaftliche Baubetreuung für drei Baugemeinschaften auf diesem Gelände, das auf Vielfalt und Familienfreundlichkeit angelegt ist.

  • die Baugemeinschaft Stattschule im gründerzeitlichen, denkmalgeschützten ehemaligen Schulgebäude an der Virchowstraße mit 29 genossenschaftlichen Mietwohnungen und 5 Eigentumswohnungen,
  • die Baugemeinschaft Großer Tisch mit 16 Wohnungen in der Thedestraße unter dem Dach der Traditionsgenossenschaft Bauverein der Elbgemeinden eG und

die Baugemeinschaft Chemnitzstuben mit 11 familienfreundlichen, förderfähigen Eigentumswohnungen in der Chemnitzstraße, die von der Lawaetz-Tochter LP Projektmanagement GmbH betreut wurde.

Auf dem gesamten Komplex entstanden darüber hinaus 80 Mietwohnungen des Bauverein der Elbgemeinden eG (BVE) und 37 Eigentumswohnungen der WHB – Wulff Hanseatische Bauträger GmbH. Die Investorengemeinschaft BVE und WHB hatte über eine Gemeinschaftsbewerbung mit der Baugemeinschaft StattSchule, der LP Projekt-Management GmbH und der Lawaetz-Stiftung Mitte 2008 den Zuschlag bekommen. Grundlage war eine qualitative Ausschreibung der Stadt Hamburg mit Festpreis, der eine Bürgerschaftsdrucksache aus dem Frühjahr 2006 zugrunde lag.

Kontakt: Peer Gillner

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