Marktstraße 7-9

Nach Abbruch des denkmalgeschützten und ältesten Hauses des Karolinenviertels in der Marktstraße 7-9 im Jahre 2003 hatte sich zwischen dem damaligen Eigentümer, den Fachbehörden und den verbleibenden Bewohnern der Hinterhäuser ein handfester Konflikt entwickelt.

Die Lawaetz-Stiftung entwarf ein Lösungsmodell, das dann auch umgesetzt wurde: Straßenseitig entstand ein Neubau mit Eigentumswohnungen, die Hinterhäuser wurden durch die Bewohner/innen selbst modernisiert. Ein Teil des Verkaufserlöses des Neubaugrundstücks wurde dabei in die Sanierung der verbleibenden Hinterhäuser investiert.

Die 1843 als Notunterkünfte nach dem Hamburger Brand entstandenen Häuser hatten einen immensen Sanierungsstau. Durch Eigenleistung, Darlehen, den Verkaufserlös des Baugrundstücks sowie Zuschüsse des Denkmalschutzamtes konnten für alle Bewohner attraktive Bedingungen geschaffen werden. Die Bestandsgebäude wurden gemeinsam mit den Neubaubewohnern im Vorderhaus entwickelt und bewirtschaftet. Das Vorderhaus entstand als 7-geschossiger Neubau mit ca. 1.100m² Wohn- und Nutzfläche, verteilt auf neun Wohnungen und eine Gewerbefläche im Erdgeschoss. Es zogen fast ausschließlich Familien aus dem Quartier ein, die von der WK und der KfW eine Förderung erhielten.

Die Lawaetz-Stiftung hat die Baubetreuer- und Architektenleistung sowie die Sicherheits- und Gesundheitskoordination auf der Baustelle erbracht. Die Projektentwicklung erfolgte durch die LP Projekt-Management GmbH. Im Oktober 2007 ist der Neubau bezogen worden.

Die Gebäudehülle, die Grundleitungen und die Hausanschlüsse der Altbauten waren im November 2007 fertig gestellt. Die Eigenleistungen der Bewohner sind im Jahr 2008 weitgehend abgeschlossen worden. Eigentümerin ist die WEG Marktstraße 7-9.

Marktstrasse_5
Marktstrasse_3
Marktstrasse_6
Marktstrasse_2
Marktstrasse_4
Marktstrasse_1

INNOVATIV für das Gemeinwohl