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Ladenbeker Furtweg

Soziale Probleme in Bergedorf-West konzentrierten sich insbesondere auf die Gebäudekomplexe im Ladenbeker Furtweg, in denen „pflegen & wohnen“ eine Wohnunterkunft für obdachlose Familien unterhielt. Die Lebenssituation der Bewohner war durch Anonymität, Armut und mangelnde Akzeptanz im Quartier gekennzeichnet.

Aufgrund der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt wurde die öffentliche Unterbringung für die Familien zunehmend zur Dauerlösung. Die als Zwischenlösung gedachten Unterkünfte wurden in 9 dauerhafte Sozialwohnungen mit einer Wohn- und Nutzfläche von 825m² umgewandelt. Die Familien haben sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit handwerklicher Selbsthilfe an der Baumaßnahme beteiligt. Darüber hinaus wurde ihnen ein vertraglich gesichertes Mitspracherecht bei der Nachbelegung eingeräumt, um das Prinzip der selbstgewählten Nachbarschaft langfristig zu erhalten. Die Wohnungsgrundrisse wurden an den Bedarf von Familien angepasst.

Mit den Architektenleistungen wurde Detlef Rapp beauftragt. Aus der Bewohnergruppe von 37 Personen, organisiert im Verein „Kunterbuntes Wohnen e.V.“, ist inzwischen eine aktive Hausgemeinschaft entstanden, die sich nicht nur intensiv um die Pflege ihres Wohnhauses kümmert, sondern sich auch aktiv in den Stadtteil einbringt. Über die verschiedenen gemeinsamen Aktivitäten konnte sich die bis dahin vermisste Akzeptanz im Quartier entwickeln. Den ehemals arbeitslosen Projektmitgliedern eröffnete der Mietvertrag den Weg für berufliche Perspektiven.

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INNOVATIV für das Gemeinwohl