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Jägerpassage/Wohlwillstraße

Die um 1870 erbauten Häuser der Jägerpassage sind das älteste noch erhaltene Beispiel sozialen Wohnungsbaus in Hamburg. Jahrelang bestand ein politischer Konflikt um den geplanten Abriss. Gegen den Abriss der Südterrasse formierte sich eine Wohngruppe aus Jungerwachsenen. Über vielfältige Aktionen mobilisierte die Gruppe Öffentlichkeit und Politiker für den Erhalt des Objektes.

Die Lawaetz-Stiftung entwickelte zusammen mit der Initiative ein Nutzungs- und Sanierungskonzept. Über die Hälfte des Sanierungsvolumens wurde beschäftigungswirksam  umgesetzt, indem Projektmitglieder – als Angestellte des Bewohnervereins „Initiative Jägerpassage e.V.“ – in den Gewerken Maurer, Zimmerer und Tischler sozialversicherungspflichtig beschäftigt wurden. Die Architektenleistungen übernahm Lothar Taubert. Angeleitet und qualifiziert wurden sie durch Handwerksgesellen, deren Beschäftigung anteilig über ein Sonderprogramm der Europäischen Union finanziert werden konnte.

Die Fertigstellung war im Juli 2000. Mit der Sanierung und Nutzung der Südterrasse der Jägerpassage durch das Wohnprojekt wurde ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung des Terrassenquartiers in St.Pauli geleistet. Die Qualifizierung der größtenteils arbeitslosen Bewohner schaffte Grundlagen für weitergehende Beschäftigungsperspektiven. Es erfolgten sogar einige Existenzgründungen. Die STEG Hamburg mbH, die Lawaetz-Service GmbH und der Bewohnerverein sind die Eigentümer der Immobilie.

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INNOVATIV für das Gemeinwohl