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Große Brunnenstraße 55

Die ehemalige Fischräucherei, die sich in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand befand, stand jahrelang leer. Eine Gruppe suchte nach Räumen für eine Existenzgründung im Gastronomiebereich.

Während das Erdgeschoss ausschließlich in Eigenleistung instand gesetzt wurde, um dort das selbstverwaltete Kneipenprojekt „Subotnik“ zu gründen, wurde der Ausbau der beiden Obergeschosse zu Wohnzwecken für zehn Personen über das ABB-Programm gefördert. Dabei musste die gesamte Infrastruktur für Wohnzwecke geschaffen werden.

Mit den Architektenleistungen wurde die Architektin Claudia Burkhard beauftragt. Die daraus resultierenden hohen Baukosten wurden mit einem erhöhten Förderbetrag der Stadtentwicklungsbehörde und einem erhöhten Selbsthilfeanteil der Gruppe aufgefangen. Die Wohn- und Nutzfläche beträgt 325,33m². Fertigstellung war im September 1994.

Die Existenzgründung wurde unterstützt durch die Beratungsstelle für örtliche Beschäftigungsinitiativen der Lawaetz-Stiftung und gefördert über den Fonds für selbstverwaltete Betriebe. Die Gruppe aus überwiegend jungerwachsenen Sozialhilfeempfängern hat sich mit der Sanierungsmaßnahme preiswerten Wohnraum sowie Arbeitsperspektiven in Form des Kneipenprojekts geschaffen. Abriss und Neubau wären angesichts der Hinterhofsituation an dieser Stelle nicht möglich gewesen. Eigentümer ist der Bewohnerverein.

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INNOVATIV für das Gemeinwohl