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Ellerauer Weg

Das Projekt Ellerauer Weg liegt in einer SAGA-Siedlung, welche sich damals in einem Gebiet der Sozialen Stadtteilentwicklung mit dringendem Handlungsbedarf befand. Instandsetzungsstau und Vandalismus hatten zu einer Unzufriedenheit der Mieter mit ihrer Wohn- und Wohnumfeldsituation geführt. Neben einer Behebung der baulichen Mängel war es ein wesentliches Ziel der Quartiersentwicklung, die Bewohner zu aktivieren und soziale Netze aufzubauen. Die durchgängig kleinen Wohnungen eröffneten jedoch kaum Möglichkeiten, bei einer Veränderung der Haushaltsgröße im Quartier zu bleiben.

Im Rahmen der Gesamtmodernisierung der Siedlung durch die SAGA entwickelte die Lawaetz-Stiftung als Modellversuch ein Hausgemeinschaftsprojekt mit 22 Bewohnern aus dem Quartier. Die Bandbreite der Gruppe reicht vom Rentner, Sozialhilfeempfänger, Alleinstehenden und Migranten bis zu Familien. Zentraler Ansatzpunkt des Projektes war die Bewohnerbeteiligung. In der Bauphase erfolgten Mitsprache bei der Planung und handwerkliche Selbsthilfe der Bewohnergruppe. Nach der Fertigstellung waren Mitwirkungsrechte der Bewohner im Rahmen der Verwaltung vorgesehen. Zur internen Projektkoordination wurde ein Bewohner auf Grundlage einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme beschäftigt.

Während der Bauphase der 13 Wohneinheiten mit einer Nutzfläche von 745,17m² ist durch gemeinsame Verantwortlichkeiten im Selbsthilfeprozess eine stabile Gruppe mit zuverlässigen Entscheidungsstrukturen entstanden. Diese positiven Ansätze haben sich bedauerlicherweise nicht in der gewünschten Weise weiterentwickelt. Dazu hat sicherlich beigetragen, dass es nicht gelungen ist, Mitwirkungsmöglichkeiten der Gruppe nach Bauende im August 1999 vertraglich zu sichern.

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INNOVATIV für das Gemeinwohl