Transnationales Forschungsprojekt „Familienzusammenführung und ihre Auswirkung auf die Integration“

In Deutschland stellt die Migration zum Zwecke der Familienzusammenführung (bzw. des Familiennachzugs) einen wesentlichen Teil der Zuwanderung dar. Ehegatten, Kinder und unter Umständen auch weitere Familienangehörige können unter bestimmten Voraussetzungen zu ihren bereits in Deutschland lebenden Angehörigen nachziehen. Der Familiennachzug wird in den EU-Mitgliedsstaaten durch EG-Richtlinien (Familiennachzugsrichtlinie und Freizügigkeitsrichtlinie) sowie durch Gesetze und Richtlinien der jeweiligen Länder geregelt.

In den Jahren 2011 bis 2013 beteiligte sich die Lawaetz-Stiftung an einem Forschungsprojekt, in dem die gesetzlichen Voraussetzungen des Familiennachzugs und ihre Umsetzung in den beteiligten Ländern untersucht wurden. Dabei wurden insbesondere die Auswirkungen von Gesetzgebung, Politik und Praxis auf die Integration der Betroffenen in den Blick genommen.

Das Projekt wurde im Rahmen des Europäischen Fonds für die Integration von Drittstaatsangehörigen (EIF), der innerhalb des Rahmenprogramms „Solidarität und Steuerung der Migrationsströme“ eingerichtet wurde, gefördert. Der EIF zielt in erster Linie auf Maßnahmen ab, die die Integration von Neuzuwanderern betreffen. Er soll die Mitgliedstaaten in ihren Bemühungen unterstützen, Drittstaatsangehörige verschiedener kultureller, religiöser und sprachlicher Herkunft in ihre Gesellschaften zu integrieren. Das Projekt wurde gemeinsam mit Partnerorganisationen aus Irland, Österreich, Bulgarien, den Niederlanden, Portugal und Großbritannien umgesetzt.

Kontakt: Katrin Triebl

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