Expertise zum Gemeinsamen Arbeitsmarktprogramm 2012 in Hamburg

Die Agentur für Arbeit Hamburg, das Jobcenter team.arbeit.hamburg und die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) haben sich im Oktober 2011 auf ein gemeinsames Arbeitsmarktprogramm verständigt, das den Rahmen für die Arbeitsmarktpolitik der folgenden vier Jahre in Hamburg bilden soll (vgl. Bürgerschafts-Drucksache 20/1790). Weil Arbeitsmarktpolitik in der Vergangenheit vielfach von Koordinations- und Abstimmungsproblemen geprägt war, verfolgen die drei Akteure mit dieser Verabredung das Ziel, die Vielfalt der arbeitsmarktpolitischen Aktivitäten – in denen Mittel des Bundes, des Landes und des Europäischen Sozialfonds zum Einsatz kommen – an einem gemeinsamen strategischen, integrationsorientierten Zielbild auszurichten. Der dem Programm zugrunde liegende strategische Ansatz sieht zielgruppenbezogene Maßnahmen hauptsächlich in drei Handlungsfeldern vor: a) Vermittlung arbeitsmarktnaher Arbeitsloser in Beschäftigung; b) Gezielte Qualifizierung von Beschäftigten und Arbeitslosen und c) Beschäftigungsmöglichkeiten für besonders arbeitsmarktferne Arbeitslose in einem sozialen Arbeitsmarkt.

In Abstimmung mit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter team.arbeit.hamburg hat die BASFI die Lawaetz-Stiftung im Februar 2013 mit Erhebungen zum Gemeinsamen Arbeitsmarktprogramm 2012 beauftragt, auf deren Basis eine Bewertung des Programms vorgenommen und Handlungsempfehlungen für das Arbeitsmarktprogramm 2013 formuliert werden sollten. Da für die Durchführung der Untersuchung nur ein relativ enger Zeitrahmen zur Verfügung stand, konzentrierte sich die Expertise auf qualitative Einschätzungen, die sich in erster Linie auf eine Bewertung des Gesamtprogramms und der daraus abgeleiteten Handlungsfelder bezogen. Die Expertise beruhte im Wesentlichen auf Expertengesprächen mit den Programmakteuren, Dokumentenanalyse und einer schriftlichen Befragung ausgewählter Träger; ergänzend wurden exemplarische Gruppengespräche mit Teilnehmenden ausgewählter Maßnahmen durchgeführt. Die Empfehlungen der Expertise sind in die Weiterentwicklung des Gemeinsamen Arbeitsmarktprogramms 2013 eingeflossen, die der Senat mit der Drucksache 20/8445 im Juni 2013 vorgelegt hat. Die Expertise der Lawaetz-Stiftung ist als Anhang der Drucksache beigefügt.

Kontakt: Dr. Thomas Mirbach, Katrin Triebl und Peer Gillner

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