Evaluation des Modellvorhabens „Hamburger Budget für Arbeit“

In Hamburg sind rund 4.100 Menschen im erwerbsfähigen Alter in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) tätig. Der reguläre Übergang von den Werkstätten in eine Beschäftigung im allgemeinen Arbeitsmarkt liegt erfahrungsgemäß im unteren einstelligen Prozentbereich. Zwar verfügen die Hamburger Werkstätten bereits über unterschiedliche Formen und Angebote ausgegliederter, flexibler und dezentraler Arbeitsangebote, doch zeigt sich im Zeichen einer inklusiven Arbeitswelt die Notwendigkeit einer weiteren Öffnung dieser Systeme. Mit dem „Hamburger Budget für Arbeit“ wurde ein individuelles Unterstützungssystem erprobt, indem in den Jahren 2012 bis 2014 insgesamt 100 Beschäftigte aus den Werkstätten in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt werden sollten. Damit setzt Hamburg (Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI)/ Amt für Soziales, Fachreferat Teilhabe am Arbeitsleben sowie das Integrationsamt) die UN-Behindertenrechtskonvention auch im Bereich Arbeit aktiv um.

Um einen erfolgreichen Übergang der Beschäftigten von der Werkstatt in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu erreichen, wurden aus Mitteln der Ausgleichsabgabe Lohnkostenzuschüsse für Arbeitgeber bereitgestellt und Unterstützungsleistungen für Menschen mit Schwerbehinderung finanziert. Neben der Gewährleistung eines langfristigen (bis dauerhaften) Minderleistungsausgleichs und einer kontinuierlichen Arbeitsbegleitung sicherte das „Hamburger Budget für Arbeit“ den Beschäftigten auch ein Rückkehrrecht in die WfbM zu.

Die Lawaetz-Stiftung führte in den Jahren 2013 und 2014 die begleitende Evaluation dieses Modellvorhabens durch, wobei ein besonderer Fokus auf individuelle und prozessuale Erfolgsfaktoren für einen gelingenden Übergang von WfbM in den allgemeinen Arbeitsmarkt gelegt wurde.

Kontakt: Dr. Thomas Mirbach; Katrin Triebl; Daniel Bode und Peer Gillner

INNOVATIV für das Gemeinwohl