Evaluation des Bundesprogramms XENOS – Integration und Vielfalt

In der ESF-Förderperiode 2007-2013 wurde das ESF-Bundesprogramm XENOS – Integration und Vielfalt durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) umgesetzt. Dieses Programm ist Teil des Nationalen Integrationsplans der Bundesregierung und des „Bündnisses für Demokratie und Toleranz – gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit“. Im Mittelpunkt steht der Präventionsgedanke zur Vermeidung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Zentrales Ziel ist die Verbindung von arbeitsmarktbezogenen Aktivitäten mit Maßnahmen für Toleranz, Demokratie und Vielfalt. XENOS fördert daher Vorhaben gegen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Diskriminierung in arbeitsmarktlichen Handlungsfeldern wie (Berufs-)Schule, Ausbildung und Arbeitswelt in Deutschland und in einem europäischen Kontext. Für die lokalen und regionalen Problemlagen sollen praxisbezogene Lösungsansätze unter Anwendung bereits erprobter und bewährter Konzepte und Methoden entwickelt und gute Projektansätze implementiert werden.

In der ersten Förderrunde des Programms war die Lawaetz-Stiftung gemeinsam mit zwei Kölner Forschungsinstituten – Univation und WSF Wirtschafts- und Sozialforschung – mit der begleitenden Evaluation beauftragt. Dabei ist es unser Ziel, die Wirksamkeit und den Grad der Zielerreichung herauszuarbeiten, um nachhaltige und transferfähige Lösungsansätze und Methoden zu identifizieren. Methodisch werden wir vor allem Projekt-Befragungen, Expertengespräche und Fallstudien einsetzen.

Dabei richtete sich unser Blick vor allem darauf, in wie weit es den Projekten gelingt,

  • lokale, regionale und überregionale Problemlagen hinsichtlich Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus in arbeitsmarktlichen Handlungsfeldern aufzugreifen und zu ihrer dauerhaften Verbesserung beizutragen,
  • die Ausbildungs- und Berufschancen der Teilnehmenden durch berufsbezogene Qualifikationen zu verbessern,
  • die interkulturellen Kompetenzen der Teilnehmenden zu verbessern,
  • Aktivitäten für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz in arbeitsmarktbezogene Maßnahmen zu integrieren, insbesondere in (Berufs-)Schule, Ausbildung und Betrieben,
  • einen Beitrag zur Erreichung der Ziele des Nationalen Integrationsplans (NIP) zu leisten.

Weitere Informationen zum XENOS-Bundesprogramm finden Sie auf www.xenos.de.

Kontakt: Dr. Thomas Mirbach und Katrin Triebl

INNOVATIV für das Gemeinwohl