ESF-Projekt Hamburg: „Qualifizierungsoffensive – besser mit Abschluss“

Der Fachkräftemangel in zahlreichen Hamburger Branchen bildet den Hintergrund des Hamburger ESF-Projektes „Qualifizierungsoffensive – besser mit Abschluss“. Das Projekt wurde bis Ende 2014 gemeinsam mit der Zwei P Plan Personal durchgeführt.

Ziel des Projektes war es, die abschlussorientierte Weiterbildung Un- und Angelernter in kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) der Hansestadt zu fördern.
Im Rahmen des Projektes wurden zahlreiche Arbeitgeber über Möglichkeiten und Nutzen beruflicher Weiterbildung informiert. Die Beratung richtete sich an Inhaber, Geschäftsführer und Personalverantwortliche kleiner und mittlerer Unternehmen in Hamburg sowie deren Beschäftigte ohne abgeschlossene Berufsausbildung.

Darüber hinaus wurden in enger Kooperation mit dem ESF-Projekt „Weiterbildungsbonus“ zahlreiche Beschäftigte und Arbeitgeber über die Möglichkeiten auch kurzzeitiger individueller Weiterbildungsmaßnahmen der berufsbegleitenden Qualifizierung informiert und beraten. In engem Kontakt mit den Sozialpartnern, Bildungsunternehmen sowie potenziellen Finanziers wurde auch die Entwicklung verschiedener Szenarien berufsbegleitender und abschlussorientierter Angebote der Nachqualifizierung verfolgt.

Zusammen mit der Hamburger Pflegegesellschaft und mehreren Hamburger Fachbehörden erfolgte die Entwicklung eines überaus erfolgreichen Modells einer verkürzten (und berufsbegleitenden) Fortbildung von Gesundheits- und Pflegeassistent/innen (GPA) zur/zum examinierten Altenpfleger. Dieser innerhalb des Projektes entwickelte und erprobte Ansatz der berufsbegleitenden und verkürzten Nachqualifizierung in der Altenpflege wird mittlerweile in Hamburg auch von verschiedenen Bildungsunternehmen angeboten.

Ziele dieses Modellversuches waren:

  • Jobsicherheit, Aufstiegschancen und Entwicklungsmöglichkeiten der Beschäftigten
  • Weiterbildung in Form eines Teilzeitangebotes
  • Qualitätssicherung in der Pflege
  • Sicherung des Fachkräftebedarfs und damit der Betriebe.

200 Teilnehmende wurden mit diesem Modell-Projekt erreicht. Für die Teilnehmer/Innen, die in überdurchschnittlich hoher Zahl Migrationshintergrund haben, ermöglichte die Nachqualifizierung das Erreichen eines Fachkraftabschlusses und damit eine Verbesserung ihres Humankapitals.

Kontakt: Rundhild Mehrkens und Dr. Ulrich Schenck

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