DAPHNE-Projekt „Aktiv gegen Zwangsheirat“

Von 2007 bis 2009 war die Lawaetz-Stiftung Partnerin in dem von der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz (BSG) durchgeführten Projekt „Aktiv gegen Zwangsheirat!“, das im Rahmen des Daphne II Programms von der Europäischen Kommission/Generaldirektion Justiz, Freiheit und Sicherheit gefördert wurde. Das Projekt befasste sich mit der nach Politikbereichen unterschiedlichen Behandlung des Problems der Zwangsheirat und richtet sich an Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene.

Ziel des Projektes war es, zur Entwicklung verbesserter Verfahrensweisen für erfolgreiche Präventions- und Interventionsarbeit beizutragen. Dabei war ausdrücklich auch die Etablierung einer transnationalen Kooperation, bei der staatliche und nichtstaatliche Stellen zusammen arbeiten, beabsichtigt. Neben Partnerorganisationen aus Wien, Stockholm, London und Utrecht waren auch zwei Organisationen aus Istanbul und Zug (Schweiz), also aus Ländern, die nicht der EU angehören, an dem Austausch beteiligt.

Zentraler Bestandteil des Projektes war die Durchführung von Daphne-Konferenzen unter Einbeziehung der Medien und Fachöffentlichkeit vor Ort durch jeden Projektpartner. Besonders die Konferenz in Istanbul – die erste Konferenz zum Thema Zwangsheirat in der Türkei – erzielte großes Medienecho. Parallel zu den Konferenzen werteten die Partner die Ergebnisse aus und entwickelten auf dieser Grundlage länderübergreifende Strategien und Handlungsempfehlungen zur Verhinderung von Zwangsheiraten. Der so entstandene Handlungsleitfaden „Aktiv gegen Zwangsheirat“ (veröffentlicht auf Deutsch und auf Englisch) wurde im Frühjahr 2009 in Brüssel vorgestellt.

Kontakt: Katrin Triebl und Dr. Thomas Mirbach

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