COM.IN – ein europäisches Projekt zur Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Eingliederung wohnungsloser Jugendlicher

Von September 2011 bis März 2013 wurden in dem Projekt „COM.IN – Local Strategies for the Active Inclusion of Young People Facing Multiple Disadvantages” innovative Maßnahmen zur Eingliederung mehrfach benachteiligter, insbesondere wohnungsloser junger Menschen untersucht und weiterentwickelt. Das Projekt wurde aus dem europäischen Programm PROGRESS gefördert.

An COM.IN beteiligten sich die vier europäischen Städte Bologna, Hamburg, Malmö und Newcastle. Jede Stadt war mit einem direkt mit Betroffenen arbeitenden Praxispartner und einer wissenschaftlichen Einrichtung vertreten. Für Hamburg waren dies die Lawaetz-Service GmbH und die Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Die Rolle des koordinierenden Lead Partners hatte die Lawaetz-Stiftung inne.

Jede der vier Städte erprobte im Rahmen einer Experimentalphase Vorschläge zur Verbesserung bestehender Hilfsansätze:

  • Das „Consorzio L´Arcolaio“ aus Bologna, ein Verbund sozialer Organisationen, entwickelte identitätsstiftende Maßnahmen einer verbesserten Zusammenarbeit und Kommunikation, u.a. die Einigung auf eine gemeinsame Wertecharta und ein Interventionsmodell für die konkrete praktische Arbeit.
  • In Hamburg weitete die Lawaetz-Service GmbH im Projekt „Stufe 3“ ihren Case-Management-Ansatz zur Integration Wohnungsloser in Wohnung und Wohnumfeld versuchsweise um den Zugang zu Schuldenberatung und aufbauende Freizeitaktivitäten aus.
  • Im Projekt „Fenix“ aus Malmö, das Trainingsmaßnahmen, Psychotherapie und weitere Unterstützungsangebote für benachteiligte Jugendliche zusammenführt, wurde deutlich, dass es eine bedeutende Gruppe sozial nicht auffälliger, unterstützungsbedürftiger Jugendlicher gibt, die von den bisherigen Angeboten nicht erreicht werden und für die künftig gezielte Maßnahmen entwickelt werden sollen.
  • In Newcastle schließlich wurde für die Planung von unterstützenden Maßnahmen für Jugendliche ein „Ampelsystem“ erprobt, nach dem die vorhandenen Ressourcen der Jugendlichen für den Übergang in eigenverantwortliche und unabhängige Lebensumstände bewertet wurden.

Über die Ergebnisse in den einzelnen Städten hinaus formulierten die Projektpartner gemeinsame Empfehlungen zur Förderung der aktiven Eingliederung benachteiligter Jugendlicher sowie methodische Empfehlungen an die Europäische Kommission zum „social experimentation“-Ansatz.

Abschlussbericht des Projektes COM.IN.

Kontakt: Wolfgang Kühn und Dr. Thomas Mirbach

INNOVATIV für das Gemeinwohl