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Richtfest beim Integrations- und Familienzentrum St. Georg

Die Moderation und Entwicklung von Beteiligungsprozessen zwischen sehr unterschiedlichen Interessengruppen gehört zu den Kernkompetenzen der Lawaetz-Stiftung.
Sichtbar wird das derzeit beispielsweise beim Integrations- und Familienzentrum St. Georg (IFZ), das heute Richtfest feiert. 2013 war der Bezirk Hamburg-Mitte auf die Stiftung als erfahrener Projektentwicklerin für Immobilien mit sozialer Ausrichtung zugegangen, weil das baufällige Haus der Jugend „Schorsch“ am Kirchenweg 20 nicht mehr zu retten war. Die Lawaetz-Stiftung sollte eine Lösung finden, um das Angebot im Haus der Jugend für den Stadtteil zu erhalten und die Immobilie wirtschaftlich tragfähig zu machen. „Den Beteiligten im Stadtteil war besonders wichtig, dass in der Integrierten Stadtteilentwicklung der vergangenen Jahre erarbeitete Ideen für verschiedene soziale, interkulturelle und interreligiöse Nutzungen Wirklichkeit werden könnten“, so Karin Schmalriede. Zusätzlich wurde das Konzept von der Lawaetz-Stiftung um Apartments für Auszubildende ergänzt, um auch dem dringenden Bedarf nach preiswerten Wohnmöglichkeiten für Auszubildende nachzukommen. Dieser Vorschlag wurde nicht nur begrüßt, sondern war auch der Durchbruch für eine wirtschaftlich tragbare Umsetzung des Projektes.
Dabei konnte die Lawaetz-Stiftung auf Erfahrungen in der Baubetreuung für ein bereits fertig gestelltes Azubi-Wohnheim für das Berufsbildungswerk Hamburg (bbw) am Wegenkamp (Stellingen) zurückgreifen.
In Abstimmung mit Projektpartnern im Bezirksamt, der Kirchengemeinde, der Behörde für Arbeit, Soziales, Familien und Integration und dem Büro GAWS-Architekten und unter Einbeziehung der künftigen Träger hat die Lawaetz-Stiftung einen Neubau entwickelt, der neben dem der offenen und integrativen Kinder-, Jugend- und Familienarbeit im „Schorsch“ auch 46 bezahlbare Apartments für Auszubildende, drei Wohnungen für Jugendliche und Familien mit akutem Hilfebedarf sowie Beratungsräume für die AIDS-Seelsorge beherbergen wird. Wir freuen uns, dass uns auf diese Weise der Doppelschlag gelungen ist: Auf der einen Seite schaffen wir in dem bunten, multikulturellen Stadtteil eine Perspektive für einen lebendigen Ort für Integration, in dem verschiedene Communities miteinander ins Gespräch kommen können; auf der anderen Seite realisieren wir mit den Apartments und Wohngruppen in zentraler Lage so dringend benötigten Wohnraum für Jugendliche in Ausbildung oder mit Betreuungsbedarf, die vor allem, wenn sie aus Maßnahmen der Jugendhilfe kommen und sonst kaum Chancen auf bezahlbaren Wohnraum haben. Erst der eigene Wohnraum versetzt diese Jugendlichen ja in die Lage, ihren Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Die Fertigstellung ist für das 2. Quartal 2017 geplant.

Kontakt: Christian Diesener und Karin Schmalriede

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