Demographie

Projekt mitnmang – Evaluierung des Paktes „mitnmang – Mitten im Leben – Hamburger Initiative für Arbeit – 50 plus“

Das Netzwerkprojekt „mitnmang – Hamburger Initiative für Arbeit – 50plus“ ist im Oktober 2005 im Rahmen der Bundesinitiative „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte in den Regionen“ als einer von bundesweit insgesamt 62 Beschäftigungspakten gestartet. Koordiniert durch eine zentrale Fachstelle – das Kundencenter mitnmang – wurden von verschiedenen Hamburger Beschäftigungs- und Qualifizierungsunternehmen fünf Teilprojekte umgesetzt, die Langzeitarbeitslose über 50 Jahren qualifizieren, coachen und in Betriebe des regionalen Arbeitsmarktes vermitteln. Das Netzwerkprojekt wurde von der Johann Daniel Lawaetz – Stiftung in den Jahren 2006 und 2007 (Förderphase 1) mit den Aufgabenbereichen der begleitenden Evaluation und des Konzept-Controllings begleitet.

Im Rahmen der Evaluierung wurden die Umsetzungsprozesse der Teilprojekte (Qualitätssicherung, Teilnehmerverläufe, Verbleib der Teilnehmer / Übergänge in Beschäftigung) und des Gesamtprojekts (Innovationsentwicklung, regionale Verankerung und Arbeitsmarktnachfrageseite, Nachhaltigkeit) bewertet und durch ergänzende Schwerpunktstudien zu einzelnen Themenbereichen unterfüttert.

Schwerpunkte des Konzept-Controllings waren Konzept- und Zielanalysen auf der Ebene der Teilprojekte und des Gesamtprojekts sowie Qualitätsreviews auf der Basis der Qualitätsprofile und regelmäßig ausgewerteter Monitoringdaten. Das Konzept-Controlling war systematisch in die projektbezogene Qualitätssicherung eingebettet und bildete eine Informationsquelle für die fortlaufende Berichterstattung gegenüber dem Zuwendungsgeber und den Netzwerkpartnern.

Der dritte Aufgabenbereich war schließlich die mit Beratung, Kommunikation und Transfer umschriebene Netzwerkunterstützung. Hier ging es vornehmlich um die gemeinsame Ausarbeitung von spezifischen Managementsystemen (Zielsystem, teilprojektbezogene Qualitätssicherung, Monitoring- und Dokumentationsverfahren) sowie die Unterstützung des Wissens- und Erfahrungstransfers zwischen den Netzwerkpartnern.

Kontakt: Peer Gillner und Dr. Thomas Mirbach

INTERREG-Projekt DC NOISE – Demographic Change: New Opportunities In Shrinking Europe

Der demographische Wandel ist neben dem Klimawandel und der Globalisierung eine der größten Herausforderungen für Europa und seine Regionen. Vor diesem Hintergrund beschäftigte sich das transnationale Projekt „DC Noise“ (Demographic Chance: New Opportunitities in Shrinking Europe) mit den Auswirkungen des demographischen Wandels auf Arbeitsmarkt, haushaltsnahe Dienstleistungen und innovative Wohnformen in der europäischen Nordseeregion. Finanziert wurde das Projekt im Rahmen des Programms INTERREG aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung sowie der Freien und Hansestadt Hamburg.

Von Juni 2008 bis Dezember 2011 arbeiteten bei DC Noise unter Federführung der Region Twente/Niederlande Partner aus Belgien, Norwegen, Großbritannien, der Region Niedersachsen-Bremen sowie aus Hamburg zusammen. Die beteiligten Hamburger Teilprojekte wurden von der Lawaetz-Stiftung im Auftrag der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) koordiniert. Für den Austausch auf regionaler Ebene installierten die BSU und die Lawaetz-Stiftung die „Demographie-Plattform Hamburg“. Folgende innovative Ansätze und Modelle in den Bereichen Arbeitsmarkt sowie Stadtteil- und Freiraumentwicklung sind in diesem Zusammenhang in Hamburg entwickelt und erprobt worden:

  • Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU): Projektsteuerung, altersgerechte Zentrenentwicklung und Monitoring
  • BSU/Bezirk Altona: Altersgerechte Gestaltung urbaner Freiräume am Grünzug Neu-Altona
  • Bezirk Hamburg-Nord in Kooperation mit der Stattbau Hamburg Stadtentwicklungsgesellschaft mbH: Entwicklung von Nutzungskonzepten für eine generationenübergreifende Quartiersentwicklung in Eppendorf
  • PlusPunkt GmbH: Voraussetzungen für die Integration von älteren Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt
  • Universität Hamburg, Institut für Geographie: Neue Anforderungen der Bewohner an Ausstattung und Qualitäten der Stadtteile

Mit dem Projekt DC NOISE ist es unter anderem gelungen, das Bewusstsein für die Herausforderungen des demographischen Wandels auf politischer Ebene zu verstärken. So hat im Jahr 2012 der Hamburger Senat beschlossen, erstmalig ein Demographie-Konzept für Hamburg zu erstellen.

Die Broschüre „Den demographischen Wandel gestalten – Aktivitäten – Ergebnisse – Empfehlungen“ dokumentiert die Ergebnisse und Thesen zur Bewältigung des demographischen Wandels in der Stadt- und Quartiersentwicklung in Hamburg sowie zur Gestaltung des demographischen Wandels auf dem Arbeitsmarkt. Sie ist zu beziehen bei Sieglinde Ritz, Johann Daniel Lawaetz-Stiftung (ritz@lawaetz.de) und steht auf der Internetseite www.demographie-hamburg.de als Download bereit. Weitere Informationen bietet zudem die Seite www.dcnoise.eu.

Kontakt: Sieglinde Ritz

PROGRESS-Projekt „Age-Work-Balance“

Das Projekt Age-Work-Balance analysierte mit einer Laufzeit von 2011 bis 2013 Maßnahmen für ältere Langzeitarbeitslose über 50 Jahren in Großstadtregionen. Zentrales Instrument des Projekts sind die sogenannten „Peer-Review local city workshops“. Diese Peer-Review local city workshops fanden in 5 verschiedenen europäischen Städten (Berlin, Dublin, Hamburg, Santander und Wien) statt und sollten mit Hilfe des Peer Review-Verfahrens herausfinden, welche Rolle ein innovativer Ansatz und die Netzwerk-Struktur für die erfolgreiche Integration von älteren Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt spielen. Ein wichtiges Ergebnis wird ein praktischer Handlungsleitfaden für Entscheidungsträger auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene sein.

Ein Leitfaden sollte den Transfer von Modellen und Elementen in die Praxis anderer Länder unterstützen. Ziel war es, ein stärkeres Bewusstsein für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Europa zu schaffen, sowie die Gestaltung von zukünftigen Maßnahmen zur Reintegration von älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in den Arbeitsmarkt nachhaltig zu beeinflussen.

Kontakt: Dr. Ulrich Schenck

INNOVATIV für das Gemeinwohl