Arbeitsmarkt und Beschäftigung

Implementationsstudie zur „Initiative zur Flankierung des Strukturwandels“

Mit ihrer „Initiative zur Flankierung des Strukturwandels (IFlaS)“ beabsichtigt die Bundesagentur für Arbeit einen Beitrag dazu zu leisten, den aufgrund demographischer Entwicklungen steigenden Fachkräftebedarf in bestimmten Branchen und Regionen zu decken und gleichzeitig die Chancen zu Aufnahme und Erhalt eines Beschäftigungsverhältnisses durch Geringqualifizierte zu erhöhen. Zu diesem Zweck werden geeignete, längerfristige Qualifizierungsmaßnahmen gefördert, die zum Erwerb anerkannter Berufsabschlüsse bzw. anschlussfähiger Teilqualifikationen führen.

Die Gesamtevaluation der Initiative wurde vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Nürnberg durchgeführt. In diesem Rahmen war die Lawaetz-Stiftung im Konsortium mit dem ISG-Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH beauftragt worden, eine Studie zur Implementierung der „IFLAS“ durchzuführen. Hierzu haben wir Fallstudien durchgeführt und insbesondere regionale Akteure (Arbeitsagenturen, ArGe´n, Kammern, Bildungsträger etc.) befragt. Die zentralen Fragestellungen bezogen sich vor allem auf die Umsetzung und Bewertung der Initiative sowie auf die Qualitätssicherung und Maßnahmesteuerung durch die relevanten Akteure.

Kontakt: Peer Gillner und Katrin Triebl

Ex-ante-Evaluationen für den ESF 2014-2020 in Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Saarland

Die Bundesrepublik Deutschland und die 16 Bundesländer haben jeweils eigene Operationelle Programme für den Europäischen Sozialfonds (ESF) entwickelt.
Der EU-Kommission war in diesem Planungsprozess die konsequente Ausrichtung der Europäischen Fonds auf die Europa 2020-Strategie und die inhaltliche Abstimmung der Operationellen Programme wichtig. Deshalb war die externe Evaluierung ein immanenter Bestandteil jeder Programmentwicklung der Länder und des Bundes. Im Rahmen dieser sogenannten Ex-ante-Evaluation sollten sowohl der partnerschaftliche Entwicklungsprozess der Länderprogramme als auch die Strategieansätze und –ziele vor dem Hintergrund der EU-Anforderungen untersucht und bewertet werden.

Die Lawaetz-Stiftung evaluierte im Konsortium mit der SÖSTRA GmbH Berlin die Planungsprozesse der neuen ESF Förderperiode der Bundesländer Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Saarland. Im Rahmen dieser Aufträge begleiteten wir die Abstimmungsprozesse zwischen den jeweiligen Landesressorts und Sozialpartnern, bewerteten die Analysen und entsprechenden Bedarfsformulierungen für den ESF und überprüfen die Kohärenz und Konsistenz der jeweiligen Strategieansätze.

Kontakt: Dr. Thomas Mirbach und Peer Gillner

Expertise zum Gemeinsamen Arbeitsmarktprogramm 2012 in Hamburg

Die Agentur für Arbeit Hamburg, das Jobcenter team.arbeit.hamburg und die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) haben sich im Oktober 2011 auf ein gemeinsames Arbeitsmarktprogramm verständigt, das den Rahmen für die Arbeitsmarktpolitik der folgenden vier Jahre in Hamburg bilden soll (vgl. Bürgerschafts-Drucksache 20/1790). Weil Arbeitsmarktpolitik in der Vergangenheit vielfach von Koordinations- und Abstimmungsproblemen geprägt war, verfolgen die drei Akteure mit dieser Verabredung das Ziel, die Vielfalt der arbeitsmarktpolitischen Aktivitäten – in denen Mittel des Bundes, des Landes und des Europäischen Sozialfonds zum Einsatz kommen – an einem gemeinsamen strategischen, integrationsorientierten Zielbild auszurichten. Der dem Programm zugrunde liegende strategische Ansatz sieht zielgruppenbezogene Maßnahmen hauptsächlich in drei Handlungsfeldern vor: a) Vermittlung arbeitsmarktnaher Arbeitsloser in Beschäftigung; b) Gezielte Qualifizierung von Beschäftigten und Arbeitslosen und c) Beschäftigungsmöglichkeiten für besonders arbeitsmarktferne Arbeitslose in einem sozialen Arbeitsmarkt.

In Abstimmung mit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter team.arbeit.hamburg hat die BASFI die Lawaetz-Stiftung im Februar 2013 mit Erhebungen zum Gemeinsamen Arbeitsmarktprogramm 2012 beauftragt, auf deren Basis eine Bewertung des Programms vorgenommen und Handlungsempfehlungen für das Arbeitsmarktprogramm 2013 formuliert werden sollten. Da für die Durchführung der Untersuchung nur ein relativ enger Zeitrahmen zur Verfügung stand, konzentrierte sich die Expertise auf qualitative Einschätzungen, die sich in erster Linie auf eine Bewertung des Gesamtprogramms und der daraus abgeleiteten Handlungsfelder bezogen. Die Expertise beruhte im Wesentlichen auf Expertengesprächen mit den Programmakteuren, Dokumentenanalyse und einer schriftlichen Befragung ausgewählter Träger; ergänzend wurden exemplarische Gruppengespräche mit Teilnehmenden ausgewählter Maßnahmen durchgeführt. Die Empfehlungen der Expertise sind in die Weiterentwicklung des Gemeinsamen Arbeitsmarktprogramms 2013 eingeflossen, die der Senat mit der Drucksache 20/8445 im Juni 2013 vorgelegt hat. Die Expertise der Lawaetz-Stiftung ist als Anhang der Drucksache beigefügt.

Kontakt: Dr. Thomas Mirbach, Katrin Triebl und Peer Gillner

ESF-Beratung in Baden-Württemberg

Von 2008 bis 2015 war die Lawaetz-Stiftung koordinierender Partner im Beratungsnetzwerk „esf-team – Beratung für den Europäischen Sozialfonds im Auftrag des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg“. Der Auftrag wurde gemeinsam mit der SÖSTRA GmbH (Berlin) und dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung IAW (Tübingen) durchgeführt. Wesentliche Arbeitsschwerpunkte des esf-teams waren

  • die Beratung des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg in der Umsetzung der ESF-Förderung sowie der Erstellung des Operationellen Programms des ESF für die Förderperiode 2014-2020,
  • die Beratung und Begleitung von 42 regionalen Arbeitskreisen in der Abstimmung und Aktualisierung der regionalen ESF-Arbeitsmarktstrategien, und
  • im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit für den ESF in Baden-Württemberg die Planung und Umsetzung verschiedener ESF-Veranstaltungen mit regionalen Partnerinnen und Partnern.

Das Land Baden-Württemberg setzt als einziges Bundesland auch weiterhin auf eine regionale Durchführungsverantwortung in weiten Teilen seines ESF-Landesprogramms. Die Arbeit des esf-teams leistete sowohl auf der Ebene der regionalen Arbeitskreise als auch beim fondsverwaltenden Ministerium einen wichtigen Beitrag zur professionellen Umsetzung des Landes-ESF im allgemeinen, und zur Festigung und Verstetigung der regionalisierten Umsetzung des ESF. Damit ist der Auftrag des esf-teams zum 31.12.2015 erfüllt.

Weitere Informationen zum esf-team in Baden-Württemberg erhalten Sie unter www.esf-team.de

Kontakt: Dr. Thomas Mirbach, Peer Gillner, Runhild Mehrkens und Katrin Triebl

Beschäftigung in der Wachsenden Stadt – Neue Chancen für Benachteiligte

Mit dem Ende des Jahres 2005 ist auch das von der Hamburger Behörde für Wirtschaft und Arbeit sowie der Europäischen Union geförderte Projekt „Beschäftigung in der Wachsenden Stadt – Neue Chancen für Benachteiligte“ ausgelaufen. Im Zentrum stand die Beteiligung an der Entwicklung einer arbeitsmarktpolitischen Strategie, die im Kontext der Umsetzung des Sozialgesetzbuches II, auch bekannt als Hartz IV, in Hamburg erforderlich wurde.

Neben der Stadt Hamburg und der Lawaetz-Stiftung, die überwiegend koordinierende Aufgaben übernommen hatte, waren auch die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (AGFW), die Hamburger Arbeit Beschäftigungsgesellschaft und mehrere Hamburger Bezirke als formelle Partner beteiligt.

Thematisch konzentrierten sich die modellhaften Projekte einerseits um das neue Instrument der Arbeitsgelegenheiten und andererseits um die Schuldnerberatung, die beispielhaft für die kommunalen Angebote für die Empfängerinnen und Empfänger des neuen Arbeitslosengeldes II standen.

Die Ergebnisse der Modellprojekte wurden während mehrerer Konferenzen und drei Abschlussworkshops umfassend vorgestellt und erörtert.

Kontakt: Dr. Thomas Mirbach, Peer Gillner, Katrin Triebl und Dr. Ulrich Schenck

INNOVATIV für das Gemeinwohl