Lenzsiedlung

Die Lawaetz – Stiftung war von 2000 bis 2006 mit der Quartiersentwicklung der Lenzsiedlung durch das Bezirksamt Eimsbüttel beauftragt.

Laufzeit

Hauptförderphase: 2000 bis 2006

Gebietssteckbrief

Lage, Größe und Anbindung

Die Lenzsiedlung gehört verwaltungsmäßig zum Stadtteil Lokstedt und liegt nördlich vom Kerngebiet Eimsbüttel, unweit von „Hagenbecks Tierpark” an der U-Bahnstation Lutterothstraße, gewissermaßen im „Dreiländereck“ Stellingen, Lokstedt, Eimsbüttel. Im Süden trennt der Eidelstedter Weg die Wohnsiedlung vom Eimsbütteler Altbaustand.

Städtebauliche und bauliche Struktur

Die Großwohnanlage, eingefasst von der Julius-Vosseler-Straße, dem Lenzweg und dem Eidelstedter Weg entstand zwischen 1974 und 1984 auf einer etwa 7,6 Hektar großen Fläche fast ausschließlich im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus. Hier leben ca. 3000 Menschen. Die Bevölkerungsdichte von 400 Personen pro Hektar ist die höchste in Hamburg.

Bevölkerung und Sozialstruktur

Die Lenzsiedlung ist eine junge Siedlung. Während der Anteil der Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre in Hamburg im Schnitt bei ca. 16% liegt, beträgt der Anteil in der Lenzsiedlung 26%. Die Bewohner kommen aus mehr als 60 Ländern weltweit. Über 60% aller Mieter haben einen Migrationshintergrund, 37% keinen deutschen Pass (Hamburg 14%).

Leitlinien und Schwerpunkte der Gebietsentwicklung

Die Lawaetz-Stiftung hat im Jahre 2000 den Auftrag für die Gebietsentwicklung im Rahmen des Programms der sozialen (später aktiven) Stadtteilentwicklung vom Bezirksamt Eimsbüttel bekommen. Von 2000 bis Ende 2006 wurden Projekte im Wert von über 6 Mio. Euro umgesetzt, im gleichen Zeitraum haben die Wohnungsunternehmen vor Ort noch mal 25 Mio. Euro in die Modernisierung der Gebäude investiert.
Neben den investiven Projekten wie Wohnumfelderneuerungen, Spielplätzen, Häusersanierung oder dem Bürgerhausanbau wurde bei der Quartiersentwicklung in der Lenzsiedlung auch Wert auf Verbesserungen im nicht-investiven Bereich gelegt – sprich Vernetzung, Kommunikation, Image-Pflege, Beratung- und Bildungsangebote etc.
So tagt der Stadtteilbeirat seit 2000 monatlich, der runde Tisch „Lenzgesund“ trifft sich mehrmals im Jahr und entwickelt eigene Projekte, seit 2001 wird die Stadteilzeitung „LenzLive“ vierteljährlich veröffentlicht, seit 2003 gibt es die Internetseite www.lenzsiedlung.de, diverse Preise wurden gewonnen (Netzwerk Nachbarschaft, Land der Ideen, Stadtteilpreis etc.) und seit 2002 finden diverse Computerkurse sowie die Jobberatung im Computer Club statt.
Alle Projekte waren geprägt vom Zusammenspiel vieler ehrenamtlicher BewohnerInnen und den hauptamtlichen Akteuren.
Seit 2007 (bis 2011) befindet sich die Lenzsiedlung in der sogenannten „Verstetigungsphase“, d.h. die meisten in der vorangegangen Programmzeit entwickelten Projekte sind abgeschlossen oder wurden durch andere Akteure übernommen. Die Quartiersentwicklung seitens der Lawaetz-Stiftung nimmt in dieser Phase vor allem eine unterstützende und beratende Funktion ein, besonders bei der Öffentlichkeitsarbeit, beim Stadtteilbeirat sowie bei kleineren Projekten.
Zur Zeit wird eine Förderung der Lenzsiedlung durch das aktuelle Programm der integrierten Stadtteilentwicklung über 2011 hinaus geprüft, die Lawaetz-Stiftung sieht hier einen weiteren Handlungsbedarf in Handlungsfeldern wie z.B. Bildung, Beschäftigung, Kultur und vor allem Integration.

Kontakt

Martina Stahl

Downloads

Abschlussbericht Nachsorge Lenzsiedlung

Endbericht Lenzsiedlung

INNOVATIV für das Gemeinwohl