Klausstrasse_head

Klausstraße

Das ehemalige Kontorhaus wurde bereits seit 20 Jahren von Künstlern genutzt. Als die SAGA das ursprünglich zum Abriss vorgesehene Haus wieder veräußern wollte, ist es der Hausgemeinschaft schließlich gelungen, das Gebäude als Verein selbst zu erwerben. Die Bewohner verfügten jedoch weder über das Einkommen noch das Eigenkapital, um die notwendige Instandsetzung selbst zu finanzieren.

Um Leben und Arbeiten der Künstler zu erschwinglichen Mieten weiterhin zu ermöglichen, wurde eine kalkulatorische Mischfinanzierung entwickelt. Mit einer anteiligen Finanzierung der Sanierung durch ABB Mittel und Eigenleistung der Bewohner konnte preiswerter Wohnraum erhalten werden. Die Instandsetzung der Atelierflächen finanzierte die Gruppe über eine Hypothek. Die Kulturbehörde, die schon vorher kleinere Instandsetzungsarbeiten finanziert hatte, beteiligte sich an den Kosten für die Erneuerung der Fenster.

Somit konnten die 6 Wohneinheiten und die 6 Atelierflächen, mit einer Gesamtfläche von 692m², mit Hilfe der Lawaetz-Stiftung und dem Architekten B.-J. Rob saniert werden. Die Instandsetzung war im August 1995 abgeschlossen.

Der Verbleib der Künstler, die mit vielfältigen Aktivitäten im Stadtteil tätig sind, war mit dem Projekt gesichert. Sie bieten Mal- und Zeichenkurse für Kinder an, veranstalten Pflastermalaktionen, organisieren Ausstellungen in Stadtteilcafés, machen Kaspertheater für Kinder oder nutzen ihr Gebäude für Lesungen hiesiger Autoren und für experimentelles Theater. Zudem ist der Charakter des Hauses – als Wohn- und Atelierraum mit einfacher Ausstattung – erhalten geblieben. Eigentümer ist der Bewohnerverein.

Klausstrasse_1
Klausstrasse_2

INNOVATIV für das Gemeinwohl