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Karlshöhe/Gesindehaus

Das ehemalige Gesindehaus, Teil eines Gutshofensembles in städtischem Eigentum, stand jahrelang leer und sollte abgerissen werden. Gleichzeitig verfolgte der Trägerverein „Umweltzentrum Karlshöhe“ das Ziel, einen Landschaftspflegehof auf dem ehemaligen Staatsgut zu realisieren. Der im Trägerverein organisierte Verein „Integratives Wohnen e.V.“ plante in diesem Zusammenhang ein Wohn- und Beschäftigungsprojekt für sehbehinderte Jungerwachsene und scheiterte damit zunächst an Finanzierungsproblemen und der mangelnden Festschreibung der geplanten Nutzung im Bebauungsplan.

Nach Sicherung der Flächen des Umweltzentrums im Bebauungsplan Bramfeld 57 konnte mit der Planung und Sanierung des ehemaligen Gesindehauses Karlshöhe, für die sehbehinderten Jugendlichen und ihre Betreuer begonnen werden. Trotz ihrer Sehbehinderung ist es den Jugendlichen gelungen, umfangreiche handwerkliche Selbsthilfearbeiten zu übernehmen. Dabei wurden sie von ihren Betreuern und dem Baubetreuer gezielt unterstützt und qualifiziert.

Die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen waren im Januar 1993 abgeschlossen. Der Architekt Ulrich Feierabend erbrachte die Architektenleistungen. Es entstand eine Wohn- und Nutzfläche von 500m².

Die Erfolgserlebnisse durch die gelungene Eigenleistung und das gemeinsame Wohnen haben zur psychischen Stabilisierung der 12 Jugendlichen und zur Vermeidung der Heimsituation beigetragen. Die Einbindung des Projektes in das Gesamtkonzept „Umweltzentrum Karlshöhe“ hat zudem vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten im landwirtschaftlichen Bereich eröffnet. Die Eigentümerin ist die FHH, die Verwaltung erfolgt durch die Lawaetz- Service GmbH und den Bewohnerverein.

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