Integrations- und Familienzentrum (IFZ) St. Georg

Seit März 2013 ist die Lawaetz-Stiftung Projektpartner des Bezirksamtes Hamburg-Mitte für die Realisierung des Schlüsselprojektes IFZ – Integrations- und Familienzentrum St. Georg im Entwicklungsquartier St. Georg-Mitte des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE).

Mit dem Bauvorhaben wurde die Arbeit des Hauses der Jugend „Schorsch“ in Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde St. Georg-Borgfelde gesichert. Das ehemalige Gebäude aus den 1960er Jahren wies einen erheblichen Instandsetzungsstau auf und war energetisch eine Katastrophe. Ein Abbruch und der Neubau waren bereits im Entwicklungskonzept für das Quartier als einzig vernünftige Alternative umfänglich öffentlich dargestellt und von der Politik beschlossen worden.

Außer dem Haus der Jugend Schorsch sollten weitere Bedarfe in dem Gebäude untergebracht werden, die im Einklang mit den baurechtlichen Nutzungsvorgaben stehen und die die Gesamtwirtschaftlichkeit der Investition und der Bewirtschaftung des Gebäudes sicherstellen. Auf dieser Grundlage hat die Lawaetz-Stiftung in Abstimmung mit den Projektpartnern im Bezirksamt, der evangelischen Kirchengemeinde und der BASFI sowie dem Büro GAWS-Architekten ein Konzept entwickelt, das zusätzlich zum Schorsch Apartments für Auszubildende, drei WGs für Jugendliche mit Betreuungsbedarf und Beratungsräume für die Aidsseelsorge enthält.

Hamburger Betriebe haben Schwierigkeiten, Ausbildungsplätze zu besetzen. Erschwerend kommt hinzu, dass Jungerwachsene Schwierigkeiten haben, in Hamburg bezahlbaren Wohnraum zu finden, und können deshalb vielfach eine Ausbildung nicht antreten. Dem wurde mit einer überschaubaren und dennoch wirtschaftlich darstellbaren Anzahl von 46 Apartments für Auszubildende an dieser zentralen Stelle Hamburgs entgegengewirkt.

Hamburg braucht für Jugendliche und Familien, die sich in einer persönlichen Krise oder Notsituation befinden, dezentral befristete Wohnmöglichkeiten. Auch diesem Bedarf wird an dieser Stelle Rechnung getragen.

Durch die Integration der Aidsseelsorge in das IFZ konnte die Präventionsarbeit für Jugendgruppen ausgebaut und vor allem in Kooperation mit dem Schorsch um den wichtigen Bereich Sexualpädagogik und Partnerschaftsfragen erweitert werden.

St. Georg als bunter, multikultureller Stadtteil ist Anziehungspunkt für unterschiedliche kulturelle, ethnische und soziale Gruppen. Hierin liegt die Chance, verschiedene Communities in einem Center miteinander ins Gespräch zu bringen und damit einen aktiven Beitrag zur Integration zu leisten.

Im Dezember 2013 wurde das Konzept von der behördlichen Lenkungsgruppe des RISE-Programms beschlossen und der Bauantrag eingereicht. Die Baugenehmigung lag seit Juli 2015 vor und in 2017 erfolgte die Fertigstellung und der Bezug. Das Investitionsvolumen beträgt rund 10 Millionen Euro.

Der Lawaetz-Stiftung wurde das Grundstück von der Stadt übertragen. Sie war Bauherrin und hat gleichzeitig die wirtschaftliche Baubetreuung übernommen. Eigentümerinnen sowie Vermieterinnen/Verwalterinnen für die sozialen Einrichtungen  sind die Lawaetz-Stiftung und die Lawaetz-Stadtentwicklungs GmbH.

logo-kolping-juwoTrägerin der Apartments für Jugendliche in Ausbildung ist die Kolping Jugendwohnen gGmbH.

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(Fotos: GAWS Architekten, Lawaetz-Stiftung)

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