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Große Brunnenstraße 126

Für viele Obdachlose wird die öffentlich-rechtliche Unterbringung zur Dauerlösung. Diese entsteht zum einen aus einem Mangel an geeigneten Wohnungsangeboten, zum anderen resultiert sie aus der Angst der Bewohner vor Vereinsamung in einer eigenen Wohnung. Ziel dieses baulichen Selbsthilfeprojektes mit Bewohnern aus verschiedenen Wohnunterkünften war es, über konkrete Verantwortlichkeiten in einer unterstützenden Gemeinschaft Selbstvertrauen zu gewinnen und aus der Dauerbetreuung herauszukommen.

Durch einen Ankaufstitel der BAGS ist es der Lawaetz-Stiftung ermöglicht worden, ein geeignetes Objekt in Altona von der GWG zu erwerben und den Architekten Detlef Rapp mit den nötigen Leistungen zu beauftragen.

Nach ihrer teilweise sehr langen Unterbringung in Wohnunterkünften wünschten sich die Gruppenmitglieder eine Privatheit im Rahmen der Gemeinschaft. Durch die Umwandlung zum Zweispänner, konnten 6 kleine abgeschlossene Wohneinheiten mit einer Wohn- und Nutzfläche von 354m² geschaffen werden. Dem Bewohnerverein „Zukunft e.V.“, bestehend aus sieben Personen, ist es gelungen, mehr als die programmatisch erforderliche Selbsthilfeleistung zu erbringen. Die Fertigstellung erfolgte im Juli 1998.

Es hat sich als sinnvoll erwiesen, das Projekt mit dieser speziellen Zielgruppe in dem belebten und offenen Stadtteil Ottensen umzusetzen. Die Gruppe hat sich eine stabile Lebenslage im Herzen von Ottensen erarbeitet und ist Teil des Quartiers geworden. Mittlerweile befindet sich der überwiegende Teil der Gruppe auch in Beschäftigung oder Ausbildung.

Eigentümer der Immobilie sind die Lawaetz-Stiftung und der Bewohnerverein Zukunft e.V..

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INNOVATIV für das Gemeinwohl