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Fuhlsbüttler Strasse

Für das Terrassengebäude in der Fuhlsbüttler Straße hatte die SAGA 1991 einen Antrag auf Zweckentfremdung gestellt mit dem Ziel, das Objekt abzureißen. Als Grund wurde der schlechte bauliche Zustand des Gebäudes genannt. Das Bezirksamt Nord hingegen war nicht bereit eine Erlaubnis zum Abbruch zu erteilen. Wegen unterlassener Instandhaltung sei eine Abrissgenehmigung nicht gerechtfertigt. Zum einen sei die Neuerrichtung von Wohnraum an dieser Stelle wegen zu geringem Abstand zum Bahndamm nicht möglich, zum anderen sei für die Öffentlichkeit in Zeiten von Wohnraummangel ein Abriss nicht darstellbar.

In einem weiteren Prüfungsschritt wurde die Eignung des Gebäudes zur Unterbringung von Aus- und Übersiedlern seitens der BAGS verneint. Schließlich erging der Auftrag an die Lawaetz-Stiftung, ein Sanierungskonzept zu entwickeln. Mit den Architektenleistungen wurde B.-J. Rob betraut.

Unter Begleitung der Lawaetz-Stiftung formierte sich ein Hausgemeinschaftsprojekt aus Altmietern und einer Wohngruppe aus der Alternativszene. Beide Gruppen schlossen sich nach einer Kennenlern-Phase zu einem gemeinsamen Bewohnerverein zusammen. Die Sanierung wurde über das ABB-Programm mit Eigenleistung der Bewohner finanziert. Das Objekt war dabei teilweise bewohnt. Fertigstellung war im August 1997.

Die Erhaltung von preiswertem Wohnraum mit einer Wohn- und Nutzfläche von 471m² in Ohlsdorf ist gelungen. Nach der Sanierung wohnen die Altmieter in Haus B, die Wohngruppenmitglieder in Haus A. Die Verwaltung des Objektes hat die Lawaetz GmbH auf Grundlage einer Selbstverwaltung durch den Bewohnerverein übernommen.

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INNOVATIV für das Gemeinwohl