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Hohenwischer Straße

Der seit 1984 bestehende Verein „Ausbildungswerkstatt Pusteblume e.V.“ qualifiziert besonders benachteiligte Jugendliche in den Bereichen Metall-, Glas- und Schweißarbeiten. So erstellen die Jugendlichen unter Anleitung Gewächshäuser, die kostenlos an Hamburger Schulen und gemeinnützige Einrichtungen abgegeben werden.

Die Notwendigkeit, Ende 1987 die bisherige Werkstatt zu räumen und eine geplante Ausweitung des Angebots, ließen den Verein die ehemalige Francoper Schule ins Auge fassen. Für das Projekt „Pusteblume“ war die „Alte Schule Süderelbe-Francop“ deshalb so geeignet, da sie sowohl Raum für eine gewerblich-soziale Nutzung bot, als auch den Bedarf nach Wohnraum für 7 der im Projekt arbeitenden Jugendlichen abdecken konnte.

Aufgrund ihrer Biografien hatten einige dieser Jugendlichen keinen selbständigen Zugang zum Wohnungsmarkt. Der Wohnteil wurde über das ABB-Programm mit handwerklicher Selbsthilfe der zukünftigen Bewohner instand gesetzt. Die Finanzierung des Umbaus der späteren Werkstatt konnte über ABM-Maßnahmen sichergestellt werden.

Neben Gärtnerei-Gewächshäusern wurden auch Windräder für gemeinnützige Zwecke erstellt. Im November 1990 waren alle Maßnahmen abgeschlossen. Es entstand eine Wohn- und Nutzfläche von 248m². Die Architektenleistungen erbrachte Joachim Reinig vom Planerkollektiv.

Für die Jugendlichen bedeutete das gemeinsame Leben und Arbeiten eine Stabilisierung ihrer Lebenssituation. Zu dem aktuellen Sachstand ist zu sagen, dass durch Umstrukturierungen im arbeitsmarktpolitischen Bereich keine Projekte mit Jugendlichen mehr an diesem Standort stattfinden. Derzeit wird über neue Nutzungsmöglichkeiten nachgedacht. Die Eigentümerin ist die FHH und die Verwaltung obliegt der SAGA.

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INNOVATIV für das Gemeinwohl