Migration und Integration

Im Jahr 2010 hatten in Deutschland 15,75 Mio. Einwohner (19,3% der Gesamtbevölkerung) einen Migrationshintergrund. Von diesen Personen waren 8,6 Mio. Deutsche und 7,15 Mio. Ausländer. Gleichwohl wurde Deutschland lange nicht als „Einwanderungsland“ gesehen, an einer entsprechenden Integrationspolitik fehlte es. Erst in den letzten Jahren, und spätestens mit der Neuregelung von Zuwanderung und Integration im Jahr 2005, hat sich eine neue Migrationspolitik in Deutschland etabliert. Neben Gesetzesänderungen wurden Integrationsgipfel durchgeführt und verschiedene Programme und Aktionspläne initiiert, mit deren Hilfe die Integration Neuzugewanderter, ebenso wie von bereits lange in Deutschland lebenden Personen mit Migrationshintergrund gefördert und verbessert werden soll. Dabei stehen meist Bildung und Integration in den Arbeitsmarkt im Vordergrund.

Gleichwohl stellen sich nach wie vor vielfältige Problemlagen. Menschen mit Migrationshintergrund stehen vor Benachteiligungen bei der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, Studien weisen eine deutlich schlechtere Stellung im Berufsleben oder bei den in Deutschland erworbenen Bildungsabschlüssen aus. Das Verfahren zur Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse war kompliziert und nur selten erfolgreich.

 

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