Lohbrügge-Nord

Die Lawaetz – Stiftung wurde in 2000 mit der Quartiersentwicklung von Lohbrügge-Nord im Rahmen des Hamburgischen Programms zur sozialen Stadtteilentwicklung durch das Bezirksamt Bergedorf beauftragt.

Lohbrügge-Nord, eine in den 60er Jahren errichtete Großwohnsiedlung, die sich in der Bauweise am damals modernen Leitbild einer „gegliederten und aufgelockerten Stadt“ orientierte, und durch die Kombination verschiedener Wohn- und Gebäudetypen (freistehendes Familienhaus, Reihenhäuser, mehrgeschossige Zellenbauten, 16stöckiges Punkthochhaus) eine abwechslungsreiche Gestaltung zu erzielen suchte.

Überdurchschnittliche Bestandsanteile wurden mit Mitteln des sozialen Wohnungsbaus errichtet und so bilden heute nicht wenige Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen einen nicht unerheblichen Teil der Bewohnerschaft (z.B. 13 % Sozialhilfeemfänger, über 30 % Migranten wobei, Spätaussiedler und Russlanddeutsche den überwiegenden Teil ausmachen).

Der Stadtteil ist maßgeblich gekennzeichnet durch die Generation der 55-70jährigen, die als junge Familien zum Zeitpunkt der Fertigstellung der Wohnanlagen in diesen Stadtteil gezogen sind.

Das allgemeine Leitbild des Quartiersentwicklungsprozesses, der auf 7 Jahre angelegt ist, lautet, einer Vision für das Viertel zu folgen, in dem seine Bewohner „gerne wohnen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen“.(vgl. QUEK, S. 1)

Als Handlungsorientierung dazu dient das von der Lawaetz-Stiftung gemeinsam mit lokalen Akteuren entwickelte Quartiersentwicklungskonzept, welches die konkretisierten Zielvorstellungen, Maßnahmen; Projekte und Finanzierungsvorschläge zur Verbesserung der Lebensverhältnisse im Stadtteil beinhaltet.